Diskussion „Verkehr(te) Welt“

„Verkehr(te) Welt“ – ein Aufruf zur Beteiligung

St. Georg, den 9.12.2021

„Verkehr(te) Welt“, so lautet der Titel des neuen Jahresprojekts der St. Georger Geschichtswerkstatt*. Wir rufen hiermit dazu auf, Ideen und Angebote für Veranstaltungen, Performances, Theater, Musik, Gesang und was immer Ihnen und Euch für die Straße, die Bühne, das Netz usw. dazu einfällt, beizutragen.

Am Ende dieser Seite besteht die Möglichkeit, hierzu einen öffentlichen Beitrag zu schreiben. Natürlich können Sie uns auch Ihre Ideen direkt per Mail senden.

Läuft denn was schief?

Was aus unserer aller Sicht an verschiedenen Ecken und Enden schief läuft und auch, wie es vielleicht anders, besser laufen könnte, mit diesen Fragen wollen wir uns im Jahre 2022 beschäftigen.

  • Alle reden vom Klima und kaufen mehr Autos denn je? SUV werden zu Recht als Energieschleudern und Fußgängerbedrohung kritisiert, und wie ist es mit dem neuen Trend zum Wohnmobil? Und welche Alternativen haben wir für wen? Welche Anreize gibt es im Öffentlichen Personennahverkehr? Was müsste geändert werden?
  • Elektroroller – eine echte Alternative zu was???
  • Wie läuft es mit der Pandemie? In St. Georg werden Impftermine von privaten Initiativen wie den Moscheegemeinden und Kneipen wie dem „Hansatreff“ angeboten und stoßen auf breite Resonanz. Und wie ist das mit der Rolle von Politik und Verwaltung? Wie kommt es, dass die südeuropäischen Länder nach ihren bitteren Erfahrungen in der ersten Welle jetzt wesentlich besser dastehen?
  • Der Trend geht eindeutig zum Haustier. Mögen wir also Tiere? Wie kann es angehen, dass zugleich aktuell eine Million (von geschätzten acht Millionen) Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind?
  • Können sich „NormalverdienerInnen“ bald die Mieten in der Stadt nicht mehr leisten? Was heißt das für uns alle, insbesondere wenn „systemrelevante Berufsgruppen“ nicht mehr hier wohnen können?
  • Gibt es immer mehr Menschen, die wenig, und zugleich immer weniger Menschen, die viel besitzen? Und warum ist das so?
  • Das Angebot an Espresso-Sorten wird immer ausgefeilter und exklusiver – in den Herkunftsländern herrscht Armut.

Zu unserem Themenschwerpunkt lässt sich Vieles sagen und diskutieren. Wir haben jedenfalls nicht den Eindruck, dass sich die Lage wenigstens langfristig verbessert, ganz im Gegenteil. Dieser verkehrt laufenden Entwicklung auf unserem Erdball, in Europa, in Hamburg und insbesondere natürlich in St. Georg wollen wir deshalb unseren nächsten Jahresschwerpunkt im Jahre 2022 widmen.

Haben Sie Interesse sich zu beteiligen oder gar eigene Themen oder Ideen?

Die Welt ist schlecht? Das Geld regiert? – Das bleibt so, wenn wir uns nicht verdeutlichen, wie wir uns die Welt anders, besser vorstellen.

Das soll aber selbstverständlich auch kein Programm für die ganze Welt werden! Vielmehr soll es um Themenangebote und Schwerpunkte für eine Veranstaltungsreihe in St. Georg gehen. Denn darauf läuft alles hinaus: auf die praktische Umsetzung in Form spannender & anregender Veranstaltungen voraussichtlich zwischen April und November 2022.

Melden Sie sich an dieser Stelle also in den kommenden Wochen zu Wort! Nennen Sie uns Ihre Kritik an dieser verkehrten Welt, eigene Sorgen und Hoffnungen sowie insbesondere auch Ideen und Alternativen!

Wir haben einen Teil unserer Website sozusagen freigeräumt und Platz gemacht für Beiträge aller Art. Inspirieren wir uns also gegenseitig, machen das Riesenfass einer (immer) verkehrte(re)n Welt auf. Schickt uns Statements, Briefe, Fotos und eben auch Anregungen für Veranstaltungen. Und wer sich daran aktiv beteiligen möchte, also das Jahresprogramm direkt mit gestalten möchte, macht das am besten gleich mit deutlich. Wir freuen uns. Und sind selbst gespannt, ob dieses kleine Kommunikationsexperiment in Zeiten von Corona fruchtet! Ende Januar 2022 werden wir eine erste Zwischenbilanz ziehen und alle Beteiligten zu einem Austausch einladen.

Der Vorstand der Geschichtswerkstatt St. Georg e.V.

 

*Zur Geschichte unserer Jahresprojekte

Seit 1996 widmet sich der 1990 gegründete, auch im 32. Jahr rein ehrenamtlich engagierte Verein einem jährlichen Schwerpunkt. Er realisiert dabei über mehrere Monate jeweils zwischen 15 und 25 Veranstaltungen. Aus den Jahresprojekten sind der Stadtteilchor Drachengold (1997), das Vorstadttheater St. Georg (1998) und das Literarische Menüett (2002) hervorgegangen.

Neben den regelmäßigen Veranstaltungsformen – Rundgängen, Diskussionen, Kulturdarbietungen usw. – haben sich in der Vergangenheit je nach Thema immer neue Beteiligte, Veranstaltungsformate u.a. ergeben. Deshalb freuen wir uns, wenn sich Menschen mit Ideen melden und dazu beitragen, das neue Programm bunt und spannend zu gestalten.

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