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Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Rund 27.000 sind mittlerweile in Deutschland und anderen europäischen Ländern verlegt worden.

„STOLPERSTEINE" sind mit einer eigenen Seite im Netz vertreten. Sie finden sie hier.

So sehen sie aus

 

70 Jahre danach
Stolpersteine - Gegen das Vergessen

 

Stolpersteine - Gegen das Vergessen

 

Die Geschichtswerkstatt St. Georg hat sich vorgenommen, für alle Opfer des „Nationalsozialismus“ so genannte Stolpersteine vor ihrem jeweils letzten Wohnhaus in St. Georg setzen zu lassen. Mittlerweile dürften es rund 60 Stolpersteine sein, die in St. Georg in mehreren Aktionen von Gunter Demnig verlegt wurden. Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Die Verrechnung erfolgt über das Konto der Geschichtswerkstatt.

 

Rund anderthalb Jahre (2009-2011) hat sich eine Arbeitsgruppe der St. Georger Geschichtswerkstatt zwecks Vorbereitung einer Veranstaltungsreihe getroffen, die dem Beginn der Deportationen 1941 und den Opfern des nationalsozialistischen Terrors gewidmet sein sollte. Von April bis Mai 2011 wurden unter der Überschrift „verschleppt – ermordet – vergessen: 70 Jahre danach“ insgesamt 13 Veranstaltungen präsentiert, die über den Stadtteil hinaus Resonanz erfuhren. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe standen die Stolpersteine. Die kleinen Pflastersteine, die – für jedermann sichtbar – auf ihrer Metallplatte die Daten von NS-Opfern eingraviert haben und vor dem letzten Wohnhaus dieser Menschen in den Gehweg eingelassen sind.

 

Einige von ihnen fanden bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe am 29. April 2011 besondere Erwähnung. Bei einem szenarischen Rundgang wurde an vier Stationen die Schicksale des jugendlichen Antifaschisten Helmuth Hübener, des Homosexuellen August Haucke, des an die Ostfront versetzten Kommunisten Walther Lüders und des Holocaust-Überlebenden Fred Leser aus Originaldokumenten erzählt und rekonstruiert.

Eine Ausstellung im öffentlichen Raum

 

Bei insgesamt 20 Stolpersteine finden sich seit Ende April 2011 auf Plakaten erläuternde Hinweise zu den Biographien dieser ehemaligen,von den Nazis verschleppten bzw. ermordeten NachbarInnen aus St. Georg. In der nachfolgenden Liste sind die Orte aufgeführt, an denen sich die Plakate zu den Stolpersteinen befinden.

 

1 - Julius Kobler, Schauspielhaus

2 - Friedrich Käfer, Holzdamm 42

3 - Hertha Sobietzky St.Georgs Kirchhof 6

4 - Gertrud Jachinsky, Koppel 18

5 - Heinrich Frederig, Greifswalder Str.

6 - Apotheker Wolfson, Lange Reihe 39

7 - Emma Böhme, Nagelsweg

8 - Rosa Loebel, Schmilinksystr. 24

9 - Kurt Speyer, Lange Reihe 108

10 - Helmuth Hübener, Ossietzky Platz

11 - Wilhelm Nebelung, Hansaplatz 8

12 - Gertrud u. Manfred Mendel, Hansaplatz 12

13 - Otto Haucke, Hansaplatz 13

14 - Siegfried u. Harald Meyer, Bremer Reihe 19

15 - Hans Peter Nielsen, Steindamm 19

16 - Martin Wendt, Kleiner Pulverteich37

17 - Walter Lüders, Steindamm 76

18 - Fred Leser, Danziger Str.6- Ecke Steindamm

19 - Erna Müller, Brenner Str. 58

20 - Margarete Rothe, Klosterschule

 


Stolpersteine in St. Georg auf einer größeren Karte anzeigen

Auf der Karte sind die aktuellen Standorte der Stolpersteine in St. Georg verzeichnet. Teilweise sind bereits Angaben und Fotos zu den Stolpersteinen hinterlegt.

Auf folgender Seite sind alle bislang recherchierten Opfer namentlich aufgeführt.