Zeitsprünge

 

1609

1920: Das - einstmalige - Einkaufsparadies

 

War der Steindamm noch bis in die Zeit um 1860 eine Straße mit ländlichem Charakter, so hatte sich das Bild zu Anfang des 20.Jahrhunderts radikal gewandelt. Besonders in seinem oberen Bereich in Hauptbahnhofsnähe war der Steindamm jetzt ein großstädtischer Boulevard und zugleich eine der besten Einkaufsadressen Hamburgs. Der Steindamm war eine der verkehrsreichsten Straßen der Stadt. Hier fuhr auch die elektrische Straßenbahn, die vormals als Pferde- und später als Dampfeisenbahn Hamburg und Wandsbek verband.

 

Nach der Zerstörung des nordöstlichen Steindamms im Zweiten Weltkrieg 1943 verzichtete man auf den Wiederaufbau als gemischte Wohn- und Geschäftsstraße und verbreiterte zudem den Steindamm zu einer vierspurigen Durchgangsstraße. Von der einst beliebten Einkaufsstraße, die in den 1920/30er Jahren 300 - 400 Läden beherbergte, ist heute nur noch der von Spielhallen und Sex-Shops geprägte Teil zwischen Kreuzweg und Steintorplatz übrig geblieben. Entstanden ist in den 1950/60er Jahren eine triste, vom Autoverkehr gezeichnete Büromeile.