Zeitsprünge

 

1609

1700: Allmähliche Verstädterung

 

Durch die Errichtung des neuen Walls kam es zu einer verstärkten Besiedlung St. Georgs. Hamburger Bürger entdeckten das Gebiet zwischen Alster und Geestabhang für sich und errichteten Garten- und Sommerhäuser. 1722 beschrieb Johann Balthasar Hempel das Gebiet als einen Ort mit sauberen Häusern, geraden Baufluchten, Straßen und schönen Baumalleen.

 

1747 wurde die alte Kirche durch einen neuen, größeren Bau, der Dreieinigkeitskirche ersetzt, um Platz für die anwachsende Bevölkerung zu schaffen. Die eigentliche Verstädterung fand jedoch im 19. Jahrhundert statt. So wurde 1799 das Gelände östlich der Langen Reihe von der Stadt zur Bebauung veräußert.

 

Einschneidende Folgen hatte jedoch die französische Besetzung Hamburgs ab 1806. Französische Truppen wurden in St. Georg stationiert und viele St. Georger verließen ihre Wohnstätten. Nach Abzug der Truppen 1814 war St. Georg ein verwüstetes Quartier. Die Mieten sanken noch unter das Niveau der Armenviertel in der Altstadt. Wohlhabendere Bürger waren aus dem Quartier abgewandert und nur die Ärmsten der Armen siedelten sich an. Dies änderte sich nach dem großen Brand 1842, in dessen Folge auch wieder wohlhabendere Bürger ins Quartier zogen.