Zeitsprünge

 

1194: Die Geschichte beginnt

 

Die Geschichte St. Georgs beginnt 1194 mit der Gründung des Leprahospitals, benannt nach St. Jürgen (später St. Georg) dem Schutzpatron der Kreuzfahrer, sowie der Leprakranken und Siechen, auf bis dahin unbesiedelten Gelände ca. einen Kilometer vom hamburgischen Stadtwall entfernt. Graf Adolf der III von Schauenberg und Holstein, selbst Kreuzritter, konnte durch die Stiftung seine christliche Bußfertigkeit unter Beweis stellen. Immer wieder erhielt das Hospital großzügige Zuwendungen von Kreuzrittern, hatten diese doch die Krankheit aus dem Orient eingeschleppt. Da die Krankheit als unheilbar galt, führte die Angst vor Ansteckung dazu die Kranken streng von der Gemeinschaft zu isolieren.

 

1296 erließen der Rat der Stadt und die Kirchenoberen, die mittlerweile die Verwaltung des Siechenhauses innehatten, Statuten, nach denen den Kranken das Betreten der Stadt strengstens verboten war. Weiße Kleidung war zur Erkennung vorgeschrieben. das Areal des Hospitals durfte nicht verlassen werden. Notwendige Besorgungen in der Stadt wurden einem gesunden Boten übertragen.

 

Anfang des 15. Jahrhunderts - die Lepra war weitgehend eingedämmt - fanden im Siechenhaus zunehmend Kranke aller Art und arme alte Frauen Aufnahme. Obwohl die Stiftung bis 1951 weitergeführt wurde, sind keine Spuren mehr vorhanden. Der letzte Gebäudekomplex fiel 1973 Bürohäusern der "Volksfürsorge" zum Opfer.